Wenn das Onlinespiel zur illegalen Einnahmequelle wird

Sie sprießen jedes Jahr aufs Neue aus den tiefen Sphären des Internets und ziehen die Fans magisch an - die "Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele", kurz MMORPGs. Das Besondere: hier spielt man nicht alleine, sondern mit Zehntausenden und das auch noch rund um den Globus. Man zieht zusammen in große Schlachten, kämpft gemeinsam gegen das Böse und schließt Freundschaften und tritt Gilden und Communitys bei.

Kurz um: Das Onlinespiel erfreut sich wachsender Beliebtheit und die Tendenz ist nach wie vor steigend. Allerdings ist auch die Tendenz virtueller Kriminalität in MMORPGs steigend und die Maschen werden immer dreister.

In einem Bericht von Sergj Golovanov auf virustlist.com erklärte dieser, dass die Gauner oftmals auf sog. "Piratenserver" setzen. Das sind privat angelegte Spielserver, die das (meist kostenpflichtige) Original, kostenlos anbieten. Sparsame User gehen den Hackern mit ihren Daten ungebremst ins Netz und geben somit den Startschuss zum Phishing und ausspionieren. Die Passwörter sind leicht gekackt und machen somit den Weg zum virtuellen Eigentum frei und dieses Eigentum hat schon lange an realen Wert gewonnen.

Der Onlinespieler wird für seinen Mut und seinem aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Bösen belohnt: mit virtuellem Geld, mit Waren oder Kostbarkeiten. Kostbarkeiten, für die sich manch ein Spieler monatelang abrackern müsste, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe, sich das begehrte Stück in der Realität zu kaufen - von einem anderen Spieler. Der Handel mit virtuellen Gegenständen boomt und mittlerweile gibt es sogar Online-Game-Auktionshäuser, in denen Spieler ihre gesammelten Werke gegen "echtes" Geld anbieten können. Und echtes Geld ist ein gefundenes Fressen für virtuelle Piraten.


http://www.kaspersky.com/de/lesesaal?chapter=201711234


veröffentlicht am 20.09.2008 - 19:02:55 (admin-2)

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