Auch Virtuelle Mörder kommen in den Knast

In Real-Life Simulationen wie z.B. "Second Life" herrschen nicht nur die üblichen Alltagsquerelen, sondern es gelten auch (zum größten Teil) alle gängigen Regeln des echten Lebens. Kleinere Verstöße werden mit Abmahnungen und ggf. mit dem Ausschluss aus der Spielgemeinde geahndet. Doch was tun, wenn eine Ehefrau plötzlich virtuell Amok läuft und ihren Online-Ehemann um die Ecke bringt?

So wird sich demnächst eine 43-jährige Frau aus Tokio vor Gericht verantworten müssen, die aufgrund der plötzlich eingereichten Scheidung von ihrem Online-Gatten kurzerhand beschloss, ihn aus Rache zu "töten".  Hierzu erschlich sie sich illegalen Zugriff auf einen Computer und loggte sich mit dem Passwort ihres Ex-Online-Partners ein und tötete durch "löschen" seinen Charakter.

Doch die Sache blieb allerdings nicht ungesühnt, denn der Mann trauerte um seinen Charakter und erstattete Anzeige. Nun droht der Frau eine Anklage und eine mögliche Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 5000 Dollar - allerdings nicht wegen Mord, sondern wegen illegalem Zugriff auf persönliche Daten.

Quelle


veröffentlicht am 27.10.2008 - 12:29:38 (redaktion)

KOMMENTARE: Auch Virtuelle Mörder kommen in den Knast


Dein Name


Dein Kommentar



Top Spiele


beste bewertungen